Thema 1: Programmieren (Teil 2)

Wir werden im weiteren Verlauf des Blockes „Programmieren I“ die Programmiersprache Python lernen. Phyton ist eine der Programmiersprachen, die sich relativ einfach lernen lassen. Der Unterrichtsblock ist wie in einem Tutorial aufgebaut. Es wird alles Schritt für Schritt erklärt.

Einstieg: Unser erstes kleines Spiel in Python.

Quellcode des Spieles

print ("Herzlich Wilkommen!")
t = input ("Versuchen Sie meine Geheimzahl zu erraten: ")
tipp = int(t)
if tipp == 5:
    print ("Sie haben meine Zahl herrausgefunden :(")
else:
    print ("Verloren! Da bleibt meine Geheimzahl wohl geheim...")
print ("Das Spiel ist aus!")

„print“ ist in Phyton der Befehl um etwas auszugeben. Der auszugebende String steht in den Klammern.

Hier eine kurze Erklärung zu dem Skript:

Zeile 1: „Herzlich Wilkommen!“ wird ausgegeben
Zeile 2: „Versuchen Sie meine Geheimzahl zu erraten: “ wird ausgegeben und Python wartet auf Eingabe vom Benutzer. „t“ ist in unserem Fall eine Variable in der die Eingabe gespeichert wird.
Zeile 3: „tipp“ wird definiert (Variable). int() macht aus „t“ eine Zahl (wandelt die Eingabe in eine Zahl um)
Zeile 4: Frage/Vergleich -> Ist der „tipp“ gleich 5? Wenn „tipp“ 5 ist, führe Zeile 5 aus. Wenn nicht springe zu „else“ (Zeile 6)
Zeile 6: „else“ – Führe das aus, wenn „tipp“ nicht 5 ist.

Die Formatierung ist wichtig! Zeile 7 gehört zum „else“ Block. Zeile 8 hingegen nicht. Alles was eingerückt ist gehört an dieser Stelle zum „else“ Block.

Einrückung entweder IMMER mit Tabulator ODER immer mit Leerzeichen. Leerzeichen sind an dieser Stelle eher nachteilig, da man auch einzelne Leerzeichen vergessen kann und dann stundenlang nach dem Fehler sucht. (Ja Python scheitert dann an einem einzelnen fehlenden Leerzeichen…)

Was sind in unserem Beispiel „t“ und „tipp“?

„t“ und „tipp“ sind in unserem Beispiel „Variablen“, mit deren Hilfe wir Werte und Daten speichern können und an anderer Stelle wieder verwenden können.
Variablen sind vergleichbar mit Etiketten die unsere Daten kennzeichnen. Deswegen ist es wichtig, seine Variablen aussagekräftig zu benennen.

Zeile 3+4: Was ist der Unterschied zwischen dem „=“ und dem „==“?

„=“ ist eine Zuweisung und „==“ ist ein Vergleich.
Beispiel:
„tipp = 5“ sagt, das „tipp“ jetzt den Wert 5 haben soll. (Überall sonst)
„tipp == 5“ vergleicht, ob „tipp“ das genau das Selbe ist wie 5. (Nach „if“)

Wie führen wir unser Programm aus?

Für die Ausführung unseres Programms benötigen wir zum einen, einen Texteditor und zum anderen einen Interpreter. Damit ist Python eine „Interpretersprache“. Die Dateiendung für Python ist „*.py“. Damit wir unser Python Programm ausführen können, benötigen wir einen Interpreter, der dem Computer sagt, wie er unser Programm behandeln muss.

Python liefert uns mit seiner IDLE beides auf einmal. Entwicklungsumgebung/Texteditor auf Python zugeschnitten und den benötigten Interpreter für Python. IDLE ist eine IDE (Integrierte Entwicklungsumgebung).

Hier lässt sich die Python IDLE herunterladen. (https://www.python.org/downloads/)

Erweiterung des Python Spiels

Nun wollen wir das Spiel darum erweitern, das die Zahl zufällig ausgewählt wird und wie diese nicht definieren. Dazu ändern wir den Quellcode zu folgendem:

print ("Wilkommen")
zahl = randit(0,10)
t = input ("Erraten Sie die Zahl: ")
tipp = int(t)
if tipp == zahl:
    print ("Gewonnen!")
else:
    print ("Verloren!")
print ("Das Spiel ist aus!")

Dadurch, das wir Zeile 2 hinzugefügt haben, setzen wir eine neue Variable „zahl“. Diese wird zufällig von 1 – 10 ausgesucht. In der „If-Schleife“ ändern wir die feste Zahl „3“ gegen unsere Variable Zahl „zahl“.

Nun wollen wir dem Benutzer einen Tipp geben, ob die geratene Zahl zu groß oder zu klein ist.

print ("Wilkommen")
zahl = randit(0,10)
t = input ("Erraten Sie die Zahl: ")
tipp = int(t)
if tipp == zahl:
    print ("Gewonnen!")
else:
    print ("Verloren!")
    if tipp > zahl:
        print("Die Zahl war zu groß.")
    else:
        print("Die Zahl war zu klein.")
print ("Das Spiel ist aus!")

Auch dieser Codeblock müsste relativ verständlich sein. Wir haben einfach eine weitere „if“ Schleife in die „else“ Schleife gepackt. Warum? Unser Tipp soll uns nur ausgegeben werden, wenn „tipp“ nicht 5 ist. Wenn nun „tipp“ größer als die eingegebene Zahl ist, wird „Die Zahl ist zu groß.“ ausgegeben. Falls sie zu klein ist wird „Die Zahl war zu klein“ ausgegeben.

 

Marvin Sengera

Marvin Sengera

Hey! Ich bin Marvin Sengera, Inhaber der Internetagentur "Binärfabrik" aus Paderborn. Ich habe mein Bachelorstudium Informatik mit Schwerpunkt Industriespionage an der Hochschule Hamm Lippstadt abgeschlossen und absolviere derzeit meinen Master in Fachrichtung "Technical Entrepreneurship and Innovation". Ich beschäftige mich rund um die Themen Informatik, Innovation & Unternehmensgründung.

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