Erste Schritte – Den Raspberry Pi einrichten

Nun sind ca. 2 Wochen vergangen und wir sind ein ganzen Stück weiter. Die Webapp steht nun in der ersten Version in PHP und MySQL. Und der Raspberry Pi schickt mittlerweile Bilder raus und kann Bilder twittern. Die CSS Datei ist noch nicht angepasst, aber funktional stimmt alles. Umgesetzt wurde das Ganze in PHP im Objektorientierten Stil.

Aber mal ganz von vorn. Zuerst zur Einrichtung des Raspberry Pis bzw des Banana Pis. Richtig gelesen. Wir bauen 2 Teddys mit unterschiedlicher Hardware, aber selbem Betriebssystem.

Zur Einrichtung des Raspberrys und des Bananas waren folgende Schritte notwendig:

10805212_727203290692904_2109567808_nAls erstes hat man das Betriebssystem auf der SD Karte installiert mithilfe des Win32 DiskImagers. Die Betriebssysteme für beide Pis gibts unter http://www.raspberrypi.org/downloads/ (Raspberry Pi) und http://www.lemaker.org/resources/9-38/image_files.html (Banana Pi). Wir haben uns für unser Projekt für das Betriebssystem Raspbian entschieden, da es auf beiden Geräten läuft.

Als nächstes galt es eine ganze Reihe von Extensions und Modulen zu installieren, die Python auf dem Raspberry lauffähig machten und andere Grundkomponenten aufrüsteten.

Dazu gab man in der Komanndozeile von Raspbian folgendes ein:

sudo apt-get install python
sudo apt-get install python-dev
sudo apt-get install libjpeg-dev
sudo apt-get install libfreetype6-dev
sudo apt-get install python-setuptools
sudo apt-get install python-pip
sudo easy_install -U distribute

Um nun Beispielsweise Python Module zu installieren ist folgender Befehl in die Komanndozeile einzutragen:

sudo pip-3.2 install <Packetname>

Um ein Python Skript auszuführen muss folgender Befehl eingegeben werden:

python3 /pfad/des/skriptes.py

Am komfortabelsten ist es, sich sofort SSH auf dem Raspberry einzurichten, da dann kein Bildschirm mehr für den Raspberry benötigt wird. Als SSH Client für den Desktop Rechner benutze ich PuTTY. PuTTY steht im Internet kostenlos zum download zur Verfügung. Um die IP Adresse des Raspberrys herauszufinden, muss im Router nach dem Eintrag dazu gesucht werden und die IP notiert werden. Diese wird in PuTTY zusammen mit dem Benutzernamen und des Passwortes eingegeben.

Im nächsten Schritt ist es außerdem hilfreich, einen Sambaserver auf dem Pi einzurichten. Es lässt sich dann bequem via FTP oder im Lokalen Netzwerk auf den Pi zugreifen und einfach Dateien austauschen.

Dazu müssen folgende Befehle eingegeben werden:

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get install samba samba-common-bin
sudo smbpasswd -a pi (um Passwort des Sambaservers einzurichten)
sudo nano /etc/samba/smb.conf

In dieser Datei müssen folgende Zeilen ans Ende angehangen werden:

[Name]
path = /
writeable = yes
guest ok = no

Der Name ist frei wählbar und bestimmt lediglich, wie der Pi im Netzwerk heißt. Bei „path = /“ wird der ganze Raspberry genutzt, alternativ kann auch ein Pfad angegeben werden, in dem Fall wird dann nur dieser freigegeben und im Netzwerk angezeigt. Nun schließen wir die Datei und speichern diese ab.

sudo /etc/init.d/samba restart

Nun starten wir mit diesem Befehl den Sambaserver neu. Ab jetzt ist der Raspberry Pi im lokalen Netzwerk sichtbar.

Um WLAN haben wir uns bis jetzt noch nicht gekümmert. Zu unseren Testzwecken ist der Pi nur via LAN ans Internet angebunden.

Mit einfach Tricks der FritzBox (und anderen Routern) wie z.B. der Port Weiterleitung, lässt sich der Pi auch von außerhalb über das Internet via SSH steuern. Auch FTP lässt sich über eine Port Weiterleitung realisieren.

Marvin Sengera

Hey! Ich bin Marvin Sengera, Inhaber der Internetagentur "Binärfabrik" aus Paderborn. Ich habe mein Bachelorstudium Informatik mit Schwerpunkt Industriespionage an der Hochschule Hamm Lippstadt abgeschlossen und absolviere derzeit meinen Master in Fachrichtung "Technical Entrepreneurship and Innovation". Ich beschäftige mich rund um die Themen Informatik, Innovation & Unternehmensgründung.

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar