Wie erstelle ich einen Businessplan?

Im folgenden Tutorial möchte ich euch zeigen, was ein Businessplan ist, und wie du einen eigenen Businessplan für deine Idee oder dein Unternehmen erstellen kannst.

Was ist ein Businessplan?

Ein Businessplan ist ein umfangreiches Dokument, welches Aufschlüsse über euer Vorhaben gibt. Der Businessplan beleuchtet einige Seiten eurer Unternehmung konkret von bestimmten Blickwinkeln.
Der Businessplan hilft aber nicht nur dritten besser zu verstehen, was du vorhast, sondern hilft auch dir, deine Pläne konkreter bewerten zu können.

Ein Fact am Rande: Rund fünfzig Prozent aller Neugründungen scheitern innerhalb der ersten 5 Geschäftsjahre. In den meisten Fällen hätte ein Businessplan schon vorher Aufschluss über die Missstände gegeben und hätte verraten, ob das Vorhaben rentabel genug ist.

Wenn euer Vorhaben nicht ausschließlich mit eigenen Mitteln finanziert werden soll, ist ein Businessplan unabdingbar. Kapitalgeber möchten immer genau wissen, auf was sie sich einlassen. Dies geschieht in der Regel über den Businessplan, welchen sich die Kapitalgeber vorlegen lassen.

Hier ein kleiner Überblick für dich, was dich in den nächsten Beiträgen erwarten wird.
Folgende Bestandteile hat ein Businessplan üblicher Weise:


Company Purpose (Unternehmenszweck)

Es ist wichtig, das du dein Unternehmen mit nur einem prägnanten Satz beschreiben kannst. Der Unternehmenszweck sollte klar aus diesem hervorgehen. Dies verrät deinem Gegenüber schnell und verständlich, worum es überhaupt geht.
Wir werden uns im ersten Teil damit beschäftigen, wie man seinen Unternehmenszweck findet und definiert.

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Problem

Jedes gute Unternehmen basiert auf einem Problem, welches dieses Unternehmen versucht zu lösen. Du solltest das Problem deiner Nutzer kennen und dies auch beschreiben können. Außerdem solltest du darüber Bescheid wissen, wie deine potenziellen Kunden dieses Problem derzeit lösen.
Wir werden uns im zweiten Teil damit beschäftigen, ein Problem zu definieren und dies aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten.


Solution (Lösung)

Du solltest deine Lösung für das Problem klar kommunizieren können. Es ist immer gut, auch entsprechende UseCases mit anzugeben, um dein Gegenüber genau zu erklären, was mit deiner Lösung erreicht werden soll.
Wir werden uns im dritten Teil damit beschäftigen, für das definierte Problem verschiedene Lösungsräume zu finden. Innerhalb dieser Lösungsräume kann dann nach der Lösung für das Problem gesucht werden. Man sollte sich den Lösungsraum aussuchen, den man mit seinen Kompetenzen am ehesten Abdecken kann um später im Team nicht zu viele externe Kompetenzen miteinbeziehen zu müssen.


Why Now? (Warum jetzt?)

Warum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt meine Lösung an den Markt zu bringen? Warum nicht schon vor 5 Jahren? Warum nicht erst in 5 Jahren?
Wir werden uns im viertel Teil genau damit beschäftigen.
Warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, deine Lösung an den Markt zu bringen.


Market Size (Marktgröße)

Wie groß ist der potenzielle Markt für meine Lösung?
Wir recherchieren gemeinsam im fünften Teil nach der potenziellen Marktgröße deiner Lösung und finden dein TAM, SAM und SOM heraus. Was genau das ist, erfährst du ebenfalls in diesem Beitrag.


Competition

Wer sind eigentlich deine direkten Mitbewerber? Wer stellt deine größte Konkurrenz dar und was hebt sich von deiner Konkurrenz ab?
Es wird Zeit sich in teil sechs darüber Gedanken zu machen. Wir suchen in diesem Teil deine direkten Mitbewerber und erstellen eine „Competitive Matrix“, um deine Konkurrenz mit dir in Bezug zu bringen – und genau zu analysieren, wo du herausstichst, was deine Unique Selling Points sind.


Product

Es wird Zeit sich über das Produkt hinter deiner Lösung Gedanken zu machen. In siebten Teil erarbeiten wir dein Produkt, welches die Lösung des Problems darstellt. Was dementsprechend der Kern deiner Unternehmung ist. Wichtig sind hier vor allem die Art des Produktes und gewisse Features die vorhanden sein müssen.
Wir erarbeiten zudem gemeinsam eine „Product Roadmap“ für dein Produkt um einen zeitlichen Ablauf festzulegen.


Revenue oder auch Business Model

Wie möchtest du mit deinem Produkt Geld verdienen?
Im achten Teil erarbeiten wir gemeinsam dein „Revenue Model“ (Erlösmodell) und schauen, welche Modelle zu deinem Produkt passen könnten. Außerdem schauen wir uns deine potenziellen Kunden genau an und erarbeiten eine „durchschnittliche Kundengröße“ bzw. die „lifetime value“ eines Kunden um später auch Marketingmaßnahmen als auch die Kosten pro Kunden konkret benennen und rechtfertigen zu können.
Diese Kenngrößen geben Aufschluss über deine Vertriebskanäle, welche wir uns ebenfalls in diesem Teil mit anschauen.


Team

Genauso wichtig wie das Produkt, ist das Team, welches dieses Produkt an den Markt bringen möchte.
Deckst du bereits alle Kompetenzen ab, die für dein Produkt benötigt werden, oder müssen noch zusätzliche Kompetenzen eingekauft werden? Aus welchen Mitgliedern besteht das Team und wer bekleidet welche Rolle?
Auch diese Informationen gehören in den Businessplan, um zu zeigen: welche langfristigen kontinuierlichen Kosten auftreten. Wir zeigen dir im neunten Teil, wie das genau geht.


Financials

Nachdem du nun alle anderen relevanten Informationen beisammen und zusammengetragen hast, können wir uns dem finanziellen Teil widmen und einmal deine Unternehmung durchrechnen.
In diesem Teil sollte aufgeschlüsselt werden, welche Ausgaben getätigt werden müssen, um das Produkt an den Markt zu bringen. Aber auch die Betriebskosten des ersten Jahres sind von großer Bedeutung. Falls du einen Investor überzeugen möchtest, sollte dieser Teil Aufschluss über die Gewinnmöglichkeiten des Investors geben und nach Möglichkeit zeigen, wann das Unternehmen das erste mal Gewinn einfahren und wann die erste Ausschüttung an den Investor erfolgen wird. Außerdem schauen wir uns verschiedene Produktions- und Anschaffungskosten an, die bei deiner Unternehmung ggf. entstehen und in den Financials berücksichtigt werden.